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Nix für Weicheier!
Oliver Peschkes, August 2000
Wild sprudelt das Wasser durch die enge Karpatenschlucht bei Turnu Rosu, wo der Olt die hoch aufsteigenden wildromantischen Karpatengipfel, mit ihren dichtbewaldeten Bergrücken und Almen durchbricht. Alle sind gefordert, als wir mit unserem selbstgebauten Floß, der "Vaseline" durch die Stromschnellen und vorbei an den dicht unter der Wasserlinie lauernden Felsen schießen. Wir, das ist eine bunt zusammengewürfelte 10köpfige Gruppe aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. In Begleitung unserer rumänischen Flößer und unserer Tourguide Liane wollen das "Floßabenteuer Transsilvanien" bestehen, eine Reise auf einem selbstgebauten Floß durch die Karpaten in die Walachei.
Hinter uns liegen bereits abenteuerliche Tage. Vor vier Tagen sind wir mit dem Zug in Transsilvanien, genauer gesagt in Hermannstadt, angekommen, wo wir von Schorsch und Liane empfangen wurden, die sich um die Organisation unserer Tour kümmern. In Hermannstadt ist Markt und damit Gelegenheit für uns, bei den angereisten Bauern frisches Obst und Gemüse für die nächsten Tage zu kaufen. Markt in Siebenbürgen, das bedeutet Berge von Melonen, saftigen Pfirsichen, frischer Schafskäse und natürlich der allgegenwärtige Knoblauch. Kein Zweifel, wir befinden uns in Transsilvanien, dem Heimatland des lichtscheuen Grafen Dracula, der mitternächtlich seiner Gruft entsteigt, um uns seine spitzen Eckhauer in den Hals zu jagen. Also kaufen wir lieber noch eine Extraportion Knoblauch und hängen diese desnächstens an unsere Zeltstangen.
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